Leguminosen-Saatgutvermehrung: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren zum Erhalt der Keimfähigkeit
Qualitativ hochwertiges, zertifiziertes Saatgut ist die Basis für stabile Erträge – und damit für unsere Nahrungsmittelversorgung. Damit ausreichend Z-Saatgut zur Verfügung steht, arbeitet die Norddeutsche Pflanzenzucht eng mit erfahrenen Vermehrungsorganisationen zusammen. Strenge Qualitätsparameter wie Keimfähigkeit, technische Reinheit, Fremdbesatz und Gesundheitsparameter werden beim Zertifizierungsprozess erhoben. Nur wenn alle Normen erfüllt sind, kann das Saatgutpartie als Z-Saatgut in Verkehr gebracht werden.
Unsere Fachleute unterstützen diesen Prozess mit umfassendem Know-how – von der Bestandesführung über das richtige Erntemanagement bis hin zur Aufbereitung –, damit hochwertiges Saatgut zur Verfügung steht, auf das sich Landwirtschaft und Wertschöpfungskette verlassen können.
In einem von der Saaten-Union gemeinsam mit der Norddeutschen Pflanzenzucht organisierten Webinar für Vermehrungsorganisationen und ihre Vermehrungsbetriebe informierten Ende Februar die NPZ-Anbauberater Silke van het Loo und Carsten Lammers sowie der NPZ-Fertigungsleiter Steffen Kruse über die verschiedenen Aspekte der Qualitätssicherung bei Körnererbsen und Ackerbohnen, wobei es primär um die Sicherung der Keimfähigkeit ging. Z-Saatgut von Ackerbohnen und Körnererbsen muss eine Mindestkeimfähigkeit von 80% und eine technische Reinheit von über 98% und weitere Gesundheitsstandards erfüllen.
Die Qualität von Erbsen- und Ackerbohnensaatgut entsteht auf dem Feld – und dieser Qualitätsgedanke muss sich bis in die Aufbereitung hinein nahtlos fortsetzen. Ziel ist es, Aberkennungen wegen Minderkeimfähigkeiten zu vermeiden, denn ohne Anerkennung können diese Saatgutproduktionen nur als Futtermittel vermarktet werden.
Qualität von Erbsen- und Ackerbohnensaatgut entsteht auf dem Feld.
Zentrale Aussagen der Experten zur Sicherung der Saatgutqualität:
- Saubere Fläche + saubere Bestände
- Richtige Saatstärke
- Konsequentes Monitoring von Unkraut, Krankheiten und Insekten
- Bekämpfung des Ackerbohnenkäfers ist sehr schwierig.
Der Ackerbohnenkäfer und die typisch runden Verpuppungslöcher.
-
- Seine Ausbohrlöcher sind nicht der Hauptgrund für Minderkeimfähigkeiten.
- Die Züchtung ist bestrebt, Ackerbohnenkäfer-tolerante Sorten zu entwickeln
- Schonender Drusch mit ausreichender Kornfeuchte + sorgfältige Aufbereitung
So bleibt die Saatgutqualität, sprich die Keimfähigkeit, hoch, Aberkennungen werden minimiert und die Vermarktung als Z-Saatgut ist gesichert.
Bei Fragen stehen Silke van het Loo und Carsten Lammers gerne zur Verfügung.
Silke van het Loo
Tel. +49 4351 736 - 316
E-Mail s.van-het-loo@npz.de
Carsten Lammers
Tel. +49 4351 736 - 177
E-Mail c.lammers@npz.de
